Ich habe vor 4 Jahren meine erste WOL-Runde gehabt und diese in sehr guter Erinnerung. Nun kam der Gedanke in meinem Netzwerk auf, doch wieder eine solche Runde zu starten. Ich habe die Chance ergriffen und bin wieder dabei. Mein persönliches WOL‑Ziel lautet: "Ich möchte mich besser wahrnehmen - frühzeitig, regelmäßig und unverkopft. Wie schaffe ich mein 15‑Minuten‑Retreat‑Ritual und setze es täglich um?" Der wichtigste Lernmoment: außerhalb eines verbindlichen Rahmens nehme ich mir selten Zeit für "Großes". Innerhalb der Runde gelingen mir dafür kleine Reflexionsmomente - und ich bleibe am Thema. Meine Hürde? Manchmal mache ich außerhalb von WOL nichts. Mein Umgang: mir das zugestehen und mit kleineren Zielen weiterarbeiten. Genau das ist der Charme: Kleinschrittigkeit vor Perfektion.
Eine WOL‑Runde ist ein freiwilliges Lern‑ und Arbeitsformat in einer kleinen Gruppe (meist 4–5 Personen). Über zwölf Treffen à ca. 60 Minuten verfolgt jede Person ein eigenes Ziel, macht Arbeit sichtbar, leistet Beiträge und baut Beziehungen auf, die bei diesem Ziel unterstützen. Die Struktur ist leichtgewichtig und praxistauglich; offizielle deutschsprachige Circle‑Guides unterstützen die Umsetzung (Link: siehe unten).
AktivA setzt auf Selbstkontakt, kleine Schritte und soziale Unterstützung. WOL verlängert genau das in den Alltag: sichtbar planen, wöchentlich prüfen, im Tandem/Team reflektieren. In vielen Seminaren arbeiten wir bereits mit Transfer‑Tandems (kurze Telefonate im Nachgang) und nutzen Blended‑Learning, um alle noch einmal zusammenzubringen.
Führungsteams profitieren, wenn individuelles Lernen Teil eines geteilten Lernprozesses wird: Peer‑Coaching‑Tandems, Communities of Practice und Kollegiale Fallberatung lassen sich reibungslos anbinden.
Wenn Sie mit WOL einsteigen möchten, bieten sich die Anleitungen von 2019 an (Version 5). Diese wurden noch als frei verfügbare Version veröffentlicht: https://wol.wiki/circle/guide/de