AktivA-Sommercamp 2021: Der Funke ist übergesprungen

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Eine Woche lang raus dem Alltag, ohne Handyempfang, Heizung oder Herd. Mit weniger Annehmlichkeiten und ohne Ablenkungen von außen bot das Sommercamp Ende August die Gelegenheit, viele spannende neue Erfahrungen zu machen: Sei es beim gemeinsamen Bau einer Schutzhütte an körperliche Grenzen zu stoßen und den eigenen Körper bewusst zu erfahren oder die Wahrnehmung bei Atemübungen unter freiem Himmel zu schulen. 

Im Fokus des Camps stand jederzeit das Miteinander, da im Alleingang vor Ort nichts oder nur unter großer Verausgabung gelang. Die Tage waren geprägt von praktischen Übungen, die sich aber eben nicht wie „Übungen“ anfühlten, sondern ein gemeinsames Bewerkstelligen von – in diesem Kontext – alltäglichen Zielen, wie das Zubereiten von Mahlzeiten für die ganze Gruppe, den Bau von Wasserfiltern, das Finden und Identifizieren von essbaren Kräutern oder das Lösen von Problemsituationen, wie dem Entzünden des Feuers mit noch feuchtem Holz. Eben soziales Kompetenztraining und Wissenserweiterung mal anders. Die Abende wiederum ließen Raum für Austausch und Reflektion der eigenen Erfahrungen und des Miteinanders. Dabei besprachen wir offen Fragen wie: Welche Rolle habe ich heute in der Gruppe eingenommen? Was war schwierig? Mit welcher Stärke konnte ich mich einbringen und wie sieht es eigentlich in meinem Alltag „da draußen“ aus? Welche Erfahrungen kann ich übertragen? Ähnlich wie die Lobeübung bei AktivA entstand ganz automatisch positive Bestärkung jedes einzelnen durch die Gruppe („Ohne dich hätte ich den Baumstamm nicht durchbekommen.“, „Deine Idee hat uns beim Transportieren viel Zeit erspart.“…). Durch solche Erfahrungen wird die eigene Selbstwirksamkeit außerhalb des vielleicht festgefahrenen Alltags gestärkt und auch das eine oder andere Denkmuster („Das kann ich nicht.“, „Das schaffe ich nicht.“) durch eigene Erlebnisse hinterfragt. Am letzten Tag widmeten wir uns mittels Übungen aus dem Coachingbereich ganz der Frage, welches Ziel ich in meinem Alltag habe und mit welchen Ressourcen und Stärken (die mir auch in den letzten Erfahrungen präsenter geworden sind) ich dieses erreichen kann. 
  
Noch beflügelt von dieser tollen Erfahrung verkünden wir an dieser Stelle, dass das Sommercamp keine einmalige Sache für uns war. Fest geplant – nächstes Mal in der ersten Juliwoche, aber wieder im wunderschönen Brexbachtal – planen wir eine Fortführung des Konzeptes für unsere ausgebildeten AktivA-Trainerinnen und Trainer oder all jene, die auf der Suche nach alternativen, praktischen Methoden zur Aktivierung Anderer sind.

Demnächst können Sie auf unserer Internetseite auch bewegte Eindrücke (in Form eines Videos) vom Sommercamp erhalten. Also bleiben Sie dran, schauen Sie direkt in Ihren Kalender und sichern sich jetzt schon einen Platz: AktivA-Sommercamp 2022.

     

Von Eva Geisler

2021-09-09