Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Die Gefährdungsbeurteilung ist für alle Betriebe in Deutschland Pflicht. Im Arbeitsschutzgesetz wird gefordert, sämtliche Gefährdungen einer Tätigkeit zu berücksichtigen. Dies schließt neben den Gefährdungen durch physikalische, chemische und biologische Einwirkungen oder neue Fertigungsverfahren auch Gefährdungen durch psychische Belastungen bei der Arbeit mit ein.

Mithilfe einer psychischen Gefährdungsbeurteilung werden nicht nur Arbeitsbedingungen identifiziert, die zu vermehrten Krankheitstagen führen, sondern auch Bedingungen, die in verminderter Motivation und Leistungsfähigkeit resultieren (z. B. fehlende Rückmeldungen, unpassende Informationsflüsse, Schnittstellenprobleme).

Somit trägt die Beurteilung psychischer Gefährdungen nicht nur zur Gesundheit der Beschäftigten und zur Prävention von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren bei, sondern gibt auch Hinweise zu Leistungsverbesserungen und effizienterem Arbeiten.

Bei der psychischen Gefährdungsbeurteilung werden die Arbeitsbedingungen (Fachbegriff: Belastungen) betrachtet, wie z. B. Arbeitsaufgaben und Arbeitsabläufe sowie die sozialen Beziehungen. Der Begriff Belastung ist nach DIN EN ISO 10075-1 neutral definiert. Er umfasst all jene erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den arbeitenden Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken – also die Merkmale einer Tätigkeit (z. B. Arbeitszeit, Arbeitsablauf, Tätigkeitswechsel).

WissensImpuls unterstützt Sie mit folgenden Leistungen

  • Planung und Vorbereitung einer psychischen Gefährdungsbeurteilung (z. B. Projektteam bilden, Verfahren auswählen, Vorgehen festlegen)
  • Erfassung der psychischen Belastungen (z. B. über Fragebögen, Interviews oder in Form von Workshops)
  • Maßnahmenableitung (z. B. in Form von Workshops unter Einbezug der Beschäftigten)
  • Maßnahmenumsetzung (z. B. im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements)
  • Wirksamkeitskontrolle (z. B. Status der Maßnahmen kontrollieren, Nachbefragung durchführen)